Tradition und Moderne


Der letzte Tag in Tokyo und noch so viel vor! Nachdem unsere chinesischen Zimmergenossen wie Geister früh am Morgen abgereist sind uns wir uns direkt mit dem Expresszug verfahren (bzw. zu weit gefahren) sind, haben wir eines der Wahrzeichen japan2016-0223Tokyos oder vielleicht sogar ganz Japan angesehen: den Meiji Schrein. Im Vorfeld gab es eine riesige Reihe an Sakefässern. japan2016-0216Gegenüber gab es französischen Wein, aber wen interessiert den schon. Der größte Schrein in Tokyo war tatsächlich beachtlich.

Am Ende unserer Meiji-Tour kam uns eine Welle von Schulabsolventen entgegen, die eben ihre Abschlusszeremonie in einer nahe gelegenen Versammlungshalle gefeiert haben.
Was mir schlagartig klar wurde, als wir uns durch die Massen kämpften: so viele große Asiaten! Sind die die 6 Jahre nach meinem letzten Besuch so stark in einen Wachstumsschub wie Pubertierende geraten, oder bin ich geschrumpft? Wo sind die niedlichen kleinen Japaner hin?

Anschließend habe ich im Omiyage Shop auch gleich ein paar Ansichtskarten abgegriffen. Danach ging es für einige Yen in den schönen Garten und einem berühmten Brunnen mit dem klarsten Wasser in der Region.

Genug Kultur! Zeit für Action! Ab ins nächste Taito Station und ordentlich Pachinko zocken. Wären da nicht die tückischen japan2016-0253Geldwechselautomaten. Einmal den 2000¥ Schein in den falschen Automat gesteckt und schon hatte ich eine Plastikschüssel voll mit Münzen in der Hand. Doof nur, dass die Pachinkoautomaten nur Echtgeld und keine Spielmünzen annehmen. Was blieb uns anderes übrig als alle Münzen bei den riesigen Münzspielen zu verprassen. Wir waren sogar richtig gut und haben die Chance auf den Jackpot gehabt. Die alten Männer haben uns sogar angefeuert und mit gelitten, als daraus nichts wurde.

Nachdem ich mich dann auch noch am Pachinko satt gespielt hatte, da mir aller 5 Minuten jemand dabei helfen wollte und eine Münze in den Drehknauf schob, um ihn zu arretieren (und damit die ganze Freude des Spiel im stumpfsinnigen Alltag abzutöten) machten wir uns auf, eine Berühmtheit zu besuchen. Majestätischer und ansehnlicher als die Statue von Kim Jong irgendwer trafen wir bei einem stark besiedelten Platz mit einem wunderhübschen Denkmal ein: das von Hachiko. Der allseits beliebte Hund der am Bahnhof jahrelang auf sein verschollenes Herrchen gewartet hat. japan2016-0265Direkt neben der Statue ist auch die berühmte Shibuya-Kreuzung, die man auch diagonal überquert. Auch wenn das in Japan nichts wirklich besonderes ist, ist sie doch mit die größte dieser Kreuzungen. Zumindest mit dem höchsten Menschenaufkommen. Fotos davon, wie wir mehrfach die Kreuzung überqueren gibts in der Galerie.

Anschließend machten wir uns zu einem One Piece Shop auf. One Piece ist wirklich der Nummer 1 Anime in Japan. Mehr als das, es ist Kulturgut, wie bei uns Goethe oder Mozart, nur aktueller und cooler. Sogar im Tokyo Tower gab es ein Stockwerk nur von One Piece. Mehr dazu aber später.

Jetzt wurde es aber höchste Zeit für Sushiiii!! Wohl gesättigt gings noch ins Mandarake, das wir auch bereits bei der Fukuoka Tour beschrieben haben. Alex war auf der Jagd nach sehr alten Shounen Jump Mangas, leider wurden wir aber nicht fündig.
Auf dem Rückweg durch Shibuyawurden wir von einer kleinen Gruppe wie im Weg stehende Kinder weg geschubst. Irgend ein sich wichtig fühlender Celebrity hat seinen Schubsertrupp vor sich her geschickt, um den gemeinen Pöbel wegzuräumen und Platz zu machen. Sehr befremdlich bei so vielen Menschen wie zu Trödelmarktzeiten. Nach dem sehr verwirrenden Erlebnis führte unser Weg wieder über den Hachikoplatz. Bei den Mengen an Menschen, die dort wie Ameisen rumwuseln trifft Alex doch tatsächlich auf eine Bekannte und sie Grüßen sich gegenseitig. WTF?? Unwahrscheinlicher als die Nadel im Heuhaufen zu finden, wenn man nicht nach ihr sucht.

Zurück in der Unterkunft plant Alex fleißig unseren Aufbruch am nächsten Tag. Plötzlich schnellt sie hoch und brabbelt etwas unverständliches. Nach mehrmaliger Nachfrage sagt sie dann, dass wir doch noch einen Tag in Tokyo zur Verfügung hätten. Ungläubig habe ich die Termine der nächsten Unterkünfte geprüft. Tatsächlich! Also geht es morgen doch noch einmal Tokyo unsicher machen. Leider unausgeschlafen, denn plötzlich fing jemand (oder etwas) laut zu Schnarchen an.

お休み
ロジャー

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