Tokyo underwater


Wie das schifft! Bisher hatten wir ja viel Glück mit dem Wetter (außer in Niigata wo es nie sonnig warmes Wetter gibt). Heute jedoch pisst es aus allen Wolken. Egal! Wir haben viel vor und sind ja nicht aus Zucker. Los ging es wieder mit unserer täglichen Wanderung zur Bahnstation von der es dann weiter zum Tokyo Tower ging. Trotz des echt beschissenen Wetters (sagte ich schon, dass es wie Sau geregnet hat?) gab es eine angenehme Überraschung. Quasi etwas neuzeitliche Kultur. Am Sockel des Tokyo Tower begrüßte uns der in Japan sehr bekannte Comedian „Sakana-kun“ (der Fischkumpel) zum jährlichen Fischfest. japan2016-0312 Noch nie von ihm gehört? Tja, ich vorher auch nicht.

Nachdem wir uns von Sakana-kuns überschwinglicher Geräuschkulisse beim Verzehr von Fisch sattgehört haben, sind wir hoch auf den Tokyo Tower. Dank des Pisswetters war die Aussicht auch sehr trüb. Hauptsache mal oben gewesen sein. Oben im Turm gab es auch den „Great Shinto Shrine of the Tower“. Ganze 3 Meter Durchmesser betrug dieser!! Wer auf Kuriositäten steht kommt oben auch nicht zu kurz: ein ausgestellter „mysteriöser“ Baseball, der beim Bau des Turms oben an der Spitze gefunden wurde. Weiter oben im Turm kann man mit einem Spezialpass außerdem den „One Piece Tower“ besichtigen. Hier kann man mit lebensgroßen Statuen posen oder verschiedene One Piece angehauchte Spiele spielen, bspw. mit Usopps großer Schleuder auf Ziele schießen.

Unten im Basement des Towers wird man überströmt von Souvenir- und Fressläden. Ihr dachtet oben wäre es schon schlimm? Ha! Naiv. Das Highlight war aber der exklusive Verkauf von Tokyo Banana. Geiles Zeug. Superweicher fluffiger Teigmantel von der Textur her und innen eine sehr leckere Bananencreme. Hammer! Außer im Tokyo Tower gibt es diese Delikatesse nur noch im Toykoter Flughafen in der Duty Free Zone zu kaufen. Kosten lohnt sich. japan2016-0329

Immernoch dieselig, dafür trocken von oben ging es anschließend zum Sozoji-Tempel direkt nebenan. Sehr große Tempelanlage, recht nass. Dann ab zum Ramenladen. Lecker!! Und wieder eine Überraschung direkt danach. Ist echt super solche Reisen zu machen, man weiß nie was einen erwartet. Dieses mal war es eine traditionelle shintoistische Hochzeit. Und nach Murphy’s Law ging natürlich mein Akku genau dann alle, als das Brautpaar einmarschiert ist. Shintoistische Hochzeiten laufen für Außenstehende relativ unkompliziert ab. Es gibt schöne traditionelle Musik, der Priester läuft vor, das Brautpaar hinterher, anschließend zum Schrein, beide stehen vorne, die Gäste an der Seite. japan2016-0371 Der Priester redet die ganze Zeit, die Helferlein rennen herum und reichen gelegentlich dem Priester Fächer oder Stock für die Trommel. Manchmal setzen sich alle und stehen wieder. Dann gesellt sich das Brautpaar zu den Gästen, die Helfer bringen für jeden Sake und es wird gemeinsam getrunken. Ende. Was ich jetzt so unspektakulär herunter geschrieben habe, ist in Wahrheit Gänsehaut erregend und echt schön. Ob es für das Brautpaar auch gut ist, hängt natürlich von den Leute ab ;-).

Die Zeremonie hat den Gott des Regens ruhig gestimmt und schließlich kam sogar die Sonne raus. Also nutzten wir die Gelegenheit und gingen in das Schicki-Micki Viertel Ginza. Hier reiht sich eine Boutique an die nächste und während der wochenendlichen Tageszeit hat auch kein Auto etwas auf der breiten Straße zu suchen. Man stelle sich das wie in typischen EInkaufszentren vor, nur dass jede Boutique 8 Stockwerke hoch ist. Den doch schön gewordenen Tag haben wir am unterkunftsnahen Park ausklingen lassen, wo wir noch schön eine Katze beim Kacken zugesehen haben. Ein wirklich schöner letzter Tag in Tokyo. Bai-bai bis bald!

ロジャー

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.