Schottland Tag 1: Are we lost? 1


Nun gibt’s endlich einen ausführlichen Bericht zu unserem Trip nach Schottland. Zuvor möchte ich allerdings mit einem Zitat von Peter Bamm, einem deutschen Schriftsteller und Journalist, beginnen. Roger hat dieses wunderbare Zitat gefunden und es beschreibt meiner Meinung nach gut, was die Woche bei uns abging.

„Richtig unterhaltsam wird das Reisen erst, wenn man morgens noch nicht weiß, ob man abends in einem Hotel, unter einem Nussbaum oder in der Gefangenschaft eines Räubers schlafen wird.“

Gegen 10.00Uhr haben Roger und ich uns am 10.10.2013 in Berlin Schönefeld getroffen. Mit vollgepackten Rucksäcken ging’s dann auch los. Unser Flieger startete mit einer halben Stunde Verzögerung. Nach dem 2h-Flug begrüßte uns dann das bewölkte ca. 12°C warme Glasgow. Nun stellte sich uns die Frage, wie wir weiter nach Fort William, dem offiziellen Start-/Endpunkt des „The Great Glen Way“, kommen. Bus oder Zug? Unser erster Versuch den Bus nach Fort William zu kriegen, scheiterte daran, dass ganz einfach kein Platz mehr für uns war. Also haben wir erst mal einen anderen Bus zum Zentrum genommen und uns dort nach einer kurzen Beratung Zugtickets gekauft. Da unser Zug allerdings erst abends fuhr, haben wir uns Glasgow noch ein wenig angesehen. Was uns als allererstes auffiel, war das ungewohnte Verhalten der Fußgänger. Da wurde bei Rot rigoros die Straße überquert, obwohl die Polizei genau neben den Leuten stand. Letztendlich waren Roger und ich die einzigen Idioten, die gewartet haben, bis es Grün wurde xD

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Ansonsten…natürlich viele Menschen, die im wunderbaren schottischen Akzent sprachen und sehr freundlich waren. Die Freundlichkeit der Schotten hat uns sowieso sehr überrascht, dazu später dann mehr. Summa Summarum ist Glasgow eine wunderschöne Stadt, allerdings ein wenig zu hektisch für uns.

Gegen Abend ging dann unser Zug nach Fort William. Ca. 4h später waren wir endlich dort. Nun hieß es einen geeigneten Schlafplatz für die Nacht finden, damit wir am nächsten Morgen gut und motiviert starten konnten. Und damit fing das Problem an. Es war dunkel, kalt und wir hatten überhaupt keine Orientierung. Wir sind gefühlte 10mal durch diese Kleinstadt gelaufen und haben nichts gefunden, was sich als Schlafplatz eignete. Unsere Rucksäcke wurden mit jedem Schritt schwerer. Auf einem Parkplatz hielt plötzlich ein Auto an und ein netter Herr mit pelzigem Beifahrer, fragte uns in seinem wunderbaren und schnellen schottischen Akzent, ob wir uns verlaufen hätten. Bis wir seine Aussage verstanden hatten, dauerte es allerdings ein wenig XD

„Are you lost?“
„Excuse me?”
„Are you lost?”
“……” … „Was sagt er? Verstehst du ihn?“
„Are you lost?

So ging das in etwa, bis Roger ihn dann verstanden hat. Er erzählte uns von einem naheliegenden Campingplatz. Als wir auch diesen nach mehrfachen Nachfragen nicht fanden und ich Bekanntschaft mit dem Fluss „River Nevis“ gemacht hatte, entschlossen wir uns für „bed & breakfast“. Da waren wir also! Unser Trip hatte noch nicht mal richtig angefangen, ich war dank Nevis pitschenass, unser Rücken und unsere Schultern taten weh vom vielen Gepäck und wir haben halb durchgefroren eine Unterkunft gesucht. Allerdings verfolgte uns auch hier das Pech. Alles belegt. Also blieb uns nichts anderes übrig als unser Zelt am nächstgelegenen Platz aufzuschlagen. Sei es drum, wo oder wie der Platz war. Nach 2 1/2h Suche haben wir dann also irgendwo im nirgendwo unser Zelt aufgebaut. Trotz Dunkelheit und der immer schwächer werdenden Taschenlampe haben wir es geschafft. 0.45Uhr konnte uns dann endlich der lang ersehnte Schlaf in seine Arme nehmen. Aber denkst…XD So viel erst einmal zu dem ersten verrückten Tag, der so gut anfing und in Fort William einfach nur im Chaos endete…

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Das wars erstmal von mir xD

bye folks!!
Alex


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