Kulturtag


Den ersten Tag nach der Ankunft haben wir mit etwas Kultur verbracht. Los ging es mit dem Besuch des Hakusan Schreins, dem größten in Niigata. Der Schrein bietet auch einen schönen kleinen Garten inklusive Teehaus.

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Nach einem obligatorischen Gebet, dass ich japanisch innerhalb eines halben Jahres sehr gut beherrsche sind wir im Teehaus eingekehrt. Die entsprechenden Regenschirmständer hat Alex erfolgreich ignoriert. Im Teehaus wurden wir wie in Japan üblich freundlich empfangen und zu einem der Räume geführt. Hier war bereits ein älteres japanisches Paar zu Gast, die ebenfalls den (Spoiler) köstlichen Tee genossen. Das mit Tatamimatten ausgelegte Zimmer bot ebenfalls Hina Ningyos also traditionelle japanische Puppen.

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Zum Tee wurden zwei Süßigkeiten gereicht, die den Geschmack des Tees aus Kyoto unterstreichen sollten. Sie wurden auf einem Blatt Papier serviert und ähnelten von der Konsistenz her geliertem Zucker. Den Tee aus der Schale zu trinken erforderte ein Ritual, bei dem man die Schale in der Hand zwei mal im Uhrzeigersinn dreht, bis man ein bestimmtes Symbol nicht mehr sieht. Nach dem Trinken dreht man die Tasse einmal zurück und legt sie auf dem Papier ab. Das Teehaus war sehr schön und im traditionellen Stil gebaut und ähnlich einem Ninja-Haus. Anschließend haben wir noch den Garten des Schreins bestaunt.

Zu Fuß ging es anschließend weiter ins Stadtzentrum. Das viele Laufen machte mich sehr hungrig also haben wir uns in einem Tonkatsu (Schnitzel) Restaurant niedergelassen. Dass das Tonkatsu fantastisch schmeckte muss ich hier wohl nicht extra erwähnen ;-). Da die Speisen alle als Plastikabbild zu sehen sind fiel die Auswahl nicht schwer. Lediglich die Inhaltsstoffe waren nicht ganz klar, durch die Kanji schwer zu lesen. “ひれ (Hire)” heißt jedenfalls Filet, da kann man nicht viel Falsch machen.

Da wir nun den Weg zum Aussichtsturm „Toki Messe“ finden wollten und so oft im Kreis gerannt sind, dass wir verwirrt stehen blieben. Ein älterer Japaner kam zu uns und fragte uns ob er uns helfen könnte (auf japanisch). Mit Alex’ feingeschliffenem japanisch (上手!!) fanden wir dann die Richtung heraus, wohin wir gehen mussten. Zwei Minuten später tippte mich jemand von Hinten an der Schulter an und ich war verwirrt, da ich doch Niemanden in Japan kenne. Der hilfreiche Herr ist uns hinterhergerannt und meinte, dass er sich vertan hätte. Er zeigte nun jedoch in fast die selbe Richtung. Wir bedankten uns und waren von seiner Hilfsbereitschaft total geflashed. Die Aussichtsplattform war groß und bot eine gute Aussicht und viele Omiyage. Souvenirs quasi.
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Nachdem wir mit dem Zug nur noch eine halbe Stunde zu Fuß zu Alex Unterkunft brauchten, fing es tierisch an zu schiffen. Wir hatten auch nur einen Regenschirm mit. Alex meinte die ganze Zeit ich soll mir einen kaufen aber es sah absolut nicht nach Regen aus. Zwei Minuten vor dem Haus hat der Regen aufgehört und wir waren gut nass. Um den Tag ausklingen zu lassen und unseren äußeren Feuchtigkeitslevel auszugleichen, ging es an Sake und Bier! Bier ist in Japan ziemlich teuer, man Zahlt gerne 300 – 400 ¥ pro Dose (0,33l). Natürlich gehts auch teurer.

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