Bildung!


Endlich etwas Bildung! Alex hat mir ihre Uni, die 新潟大学 (Niigata Daigaku) gezeigt. Das Areal ist recht groß und mit vielen verschiedenen Sportplätzen ausgestattet. Japaner lieben außerschulische Aktivitäten, der Beitritt zu einem Nachschul-Club ist Pflicht (wenn man den Nach-Hause-gehen Club mitzählt). Wir haben auch die/den ein oder anderen Studenten getroffen, die Alex kannten.
In die Bibliothek konnten wir nicht gemeinsam rein, da es dort eine automatische Ausweiskontrolle der Studentenausweise gab.

Nachdem uns nun der Kopf rauchte brauchten wir ein wenig SUSHIIIII! Wir trafen uns mit ein paar Freunden von Alex beim “Genki Sushi”, wo fast alle Sushiarten nur 100¥ pro Teller kosteten. Wir haben alles mögliche gegessen, es gab sogar Sushi mit Hamburgerfleisch. Mit etwa einer Stunde Verspätung trafen auch zwei weitere Freunde von Alex ein und das Festmahl ging weiter. Bestellen konnte man über ein Terminal an jedem Tisch, alles wunderbar bebildert und kategorisiert.
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Grünen Tee sowie Wasabi und eingelegten Ingwer gab es natürlich kostenlos soviel man wollte. Der grüne Tee ist als Pulver vorrätig und an jedem Tisch gibt es einen Zapfhahn mit heißem Wasser. Kaltes Bier kam auch eine Stunde später noch nicht raus.

Anschließend ging es zum Karaoke, wo weitere Leute auf uns warteten. Eines der besten Lieder an diesem Abend war meine Performance von Chop Suey zusammen mit jemandem aus Schweden. Der ruhig wirkende Schwede war verkannter Metalhead (wie scheinbar alle Schweden) und gröhlte mit mir was das Zeug hält. Auch die Klasssiker wie Moskau oder Dschingis Khan kamen sehr gut an, einzig die Chinesinnen wussten damit nichts anzufangen. Alex und ich haben uns auch an einigen japanischen Stücken, hauptsächlich Anime oder Spielemusik versucht. Ich habe jedoch mehr gestammelt als gesungen, da ich noch nicht so schnell lesen kann, die Kanji schon gleich gar nicht. Das zweite Opening von Ghost in the Shell (der Serie) hat viel mehr russische Stellen als man zunächst vermutet. Hier mussten wir kläglich abbrechen. Übrigens sind die Getränke während des Aufenthalts inklusive. Nicht schlecht wenn man die japanischen Preise beachtet. Nach etwas mehr als 5 Stunden Gesang und Gegröhle habe ich nur 600¥ bezahlen müssen. Die anderen sank ihres Studentenausweises sogar noch weniger.

Nach unserer Heimkehr und einem kleinen Einkaufsbummel habe ich mich erneut an der Dusche versucht. Diesmal lief es perfekt, よし!

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