Auf der Jagd nach der Riesenkrabbe


Neuer Tag, neue Sehenswürdigkeiten! Heute ging es für uns zum weltbekannten Schloss von Ōsaka 大阪城。

Das Umland des Schlosses bietet sowohl schöne ruhige (sofern man Glück hat und nicht so viele Menschen dort sind) Plätze mit Kirschbäumen, aber auch einen großen Vorplatz mit einigen Läden. Daher hieß es SHOPPEN!! Aber natürlich erst nach der Besichtigung, wir wollten ja nicht ständig mit dem Bollerwagen durch das Schloss preschen. Etwas enttäuschend aber dennoch interessant ist, dass das Schloss im Innern von Grund auf renoviert wurde und als Museum der alten Edo-Zeit dient. Es sind viele Wand- und Schaubilder ausgestellt, die den Ansturm auf das Schloss zeigen. Oben gibt es eine gute, wenn auch enge Aussichtsplattform. Warum wir drinnen kaum Bilder gemacht haben? Fast überall war fotografieren verboten. Schaut es euch einfach selbst an, es lohnt sich! Für uns ging es nun erstmal zurück zum SHOPPEN! Es gab eine große Auswahl an Rüstungen, Katanas, Bekleidung und und und. Ich habe mir ein Paar Tabi geholt und einige sehr schicke Socken. Draußen genossen wir bei den Sakura noch ein wenig die Umgebung und baten einen älteren Japaner, von uns Fotos zu machen. Dieser steigerte sich ziemlich in seine Aufgabe hinein und wollte dann von uns Couple Fotos schießen. Als er dann verlange, dass wir uns küssen sollten, haben wir uns schnell aus dem Staub gemacht.

Den weiteren frühen Nachmittag sind wir Richtung Innenstadt unterwegs gewesen. Auf dem Weg dorthin wollten wir so viele Schreine und Gärten mitnehmen, wie wir nur konnten. Direkt außerhalb vom Schlossgelände waren einige Oberschüler, die sich in Sprinten und Joggen übten. Ich war so Feuer und Flamme ihnen davon zu laufen, jedoch haben sie eine längere Pause eingelegt, als ich mich ihnen anschließen wollte. Schade. Ja, wirklich! Wir liefen weiter in die Innenstadt auf der Jagd nach der Riesenkrabbe. Die Riesenkrabbe ist ein bekanntes Markenzeichen von Ōsaka, welches an der Front eines sehr exklusiven Krabbenrestaurants angebracht ist.

Vier Punkte enttäuschten dabei. Punkt eins: wir brauchten über 90 Minuten, um die Krabbe in der Innenstadt zu finden. Punkt zwei: die Krabbe war deutlich kleiner, als wir erwartet hatten. Punkt drei: das Restaurant war extrem teuer (wie erwartet), aber seit Wochen ausgebucht und dennoch stand eine lange Schlange vor dem Restaurant. Punkt vier: ein paar Meter die Straße runter gab es noch so eine Krabbe an der Wand. Etwas geknickt und sehr hungrig gingen wir in ein knapp 30 Meter entferntes Restaurant, was ebenfalls Krabbe auf der Speisekarte hatte. War auch lecker! War bezahlbar! War gut! An der Wand neben uns hingen Geldscheine aus vielen verschiedenen Ländern, sogar ein 5 Euro Schein. Heimat!

Als würdigen Abschluss unseres letzten Tages in Ōsaka haben wir uns noch die Zeit am Fluss und der Einkaufsmeile vertrieben. Hier war ne ordentlichen Portion Taiko und Mario Kart zocken angesagt. Natürlich im ordentlichen Arcade-Stil, mit großen Trommeln bzw. Lenkrad und Pedale. Bei Taiko hat sich wie so oft eine Schar an Japanern um uns gesammelt und uns zugesehen. Bei Mario Karte haben wir alle mit unseren lauthalsigen Flüchen aufeinander vertrieben. Auch eine kurze Stippvisite beim Tekken Museum musste sein. Schlussendlich haben wir uns noch eine schöne große Flasche Cola in der Unterkunft gegönnt.

大阪、またね!!

ロジャー

 

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