Aller Anfang ist schwer … 4


Tja und schon ging die Reise los. 7 Uhr früh am 31.7. ging dann der ICE Richtung Frankfurt. An meinem Heimatbahnhof war so früh natürlich noch tote Hose.

Später im ICE stieß Alex-chan zu mir und die ewige Reise nach Japan begann damit offiziell. Nach den fast 5 Stunden ICE Fahrt sind wir am Frankfurter Fernbahnhof angekommen. Der Shuttlebus war nicht schwer zu finden und zusammen gequetscht zwischen Koffern und allen möglichen Menschen kamen wir am Terminal 2 an. Eine ewige Schlange von anderen Fluggästen erwartete uns am Check-in.

Nach dem einchecken hatten wir noch jede Menge Zeit also haben wir uns erst mal ein bisschen umgesehen.

Der Pass- und Sicherheitscheck war schnell durchlaufen und wir hatten noch genügend Zeit, einige der Flugzeuge dort zu bestaunen.

Dann endlich saßen wir im ersten Flieger. Nach dem lustigen Sicherheitsbelehrungsvideo und einer Verspätung von knapp 30 min. rollten wir zur Startbahn und hoben ab. YAHOO!!! Wir hatten bei dem Flug leider keine Fensterplätze mehr bekommen, doch das war weniger schlimm, denn schon eine halbe Std. später war befohlene Schlafenszeit und alle musste die Fenster zu machen, da es nach chinesischer Zeit schon 21 Uhr war XD. Gott das hätte uns so angekotzt wenn wir da nen Fensterplatz gehabt hätten. Wir saßen zwar im Gang, jedoch wie es der Zufall so wollte, saß Alex direkt am Gang, ich direkt neben ihr, und rechts neben mir ist der Platz leer geblieben. Die Flugbegleiterinnen haben gar nicht erst versucht freundlich zu wirken. Nach dem orpulenten Abendschmaus haben wir uns ein paar chinesische Filme reingezogen und möglichst viel zu asiatischen Klängen geschlafen. Es kamen sogar 2 Bollywood Filme, natürlich mit chinesischen Untertiteln.

Am Shanghai Pudong Flughafen angekommen, erwartete uns eine sehr verstörte und verwirrte Gruppe von chinesischen Flughafenarbeitern. Es waren knapp 20 deutsche die zum Transferschalter gependelt sind, um direkt weiterzufliegen, doch die chinesischen Mitarbeiter rannten wie kleine Ameisen umher und schickten uns von einer Station zurück zur anderen. Der freundliche Ticketmeister begrüßte uns direkt mit einem bewegenden Rülpser. Die Toilettenräume dort waren jedoch sehr edel und sauber, auch wenn es wie es scheint dort alles mit Chlor gereinigt wird. Fast 1 Stunde später deutete eine Arbeiterin uns ihr zu folgen. Die Sicherheitschecks gingen auch hier schnell von der Bühne und wir hatten noch knapp 2 Std. Zeit uns umzusehen.

Als wir dann einige Zeit später, als die einzigen nichtasiatischen Passagiere in den Shuttlebus stiegen, umringt von Chinesen und Japanern fühlen wir uns unserem Reiseziel schon sehr nahe. Wir nahmen unsere Plätze ein und sahen einem chinesischen Fluganweiser ganz in schwarz und ohne Mütze dabei zu, wie er bei über 40 °C in der prallen Sonne da stand, und ausdruckslos ja fast traurig uns ohne viel Bewegung zum Abschied winkte. Wir waren schon ziemlich fertig und wollten nach dem Start eigentlich nur noch unsere Ruhe haben, da kamen die Flugbegleiterinnen durch die kleine Maschine gehetzt und verteilten wieder ein üppiges Mittagessen. 2 min. später kamen sie wieder, um trinken zu verteilen. 5 min. danach wollten sie mir mein Tablett wegnehmen und versuchten den Kontakt mittels „Sorry, Sir“ zu mir aufzunehmen. Als mich dann meine chinesische Nachbarin angestupst hab, gab ich ihr im Halbschlaf das Tablett. Zu ihrer Beschwerlichkeit wollte sie knapp 15 min. später mein Trinkbecher haben, da wir zur Landung ansetzten. Das japanische Meer war voll von Booten und Schiffen und wir sahen kurze Zeit später die ersten japanischen Inseln ;_;.

Als wir dann schon drehten und wendeten sahen wir endlich Fukuoka unter uns. Solch eine riesige Stadt.

Wir setzten recht sanft auf und brauchten keine 2 min. bis wir zum Terminal gerollt waren. Ein japanischer Fluganweiser verbeugte sich mit einem sehr freundlichen Ausdruck ehrwürdig vor dem angehaltenen Flugzeug. Da wussten wir: YEAAAAAAAAA!!!! GEEEEEEEEEEEEEEEEIIILL!!!! WIR SIND DAAAAAAAAAAAAA!!!!
Nun gings aber erst mal zu den Kontrolleuren. Der Flughafen von Fukuoka ist nicht wirklich prunkvoll und groß im Gegensatz zu dem in Shanghai, jedoch sind die Menschen um einiges freundlicher. Verwunderung machte sich bei uns überall wo wir nur hinsahen breit. Die erste Kontrolle am Flughafen war nämlich eine Körperwärmemessung mittels Infrarotkamera. Gott sei dank hatten wir keine Schweinegrippe und konnten zur nächsten Station. Dort mussten wir ein kleines Formular ausfüllen, wo wir die Kontaktdaten in Japan angeben mussten, sprich wo wir wohnen würden, was unsere Telefonnummer ist, Grund des Aufenthalts und so weiter. Als wir die Karten abgaben, hat man auch gleich erstmal unsere Fingerabdrücke mittels Scanner geprüft, dazu noch ein Foto genommen und einen Irisscan. Nicht, dass diese Schmarotzer hier in unserem Land untertauchen. Damit endlich fertig, holten wir als letzte Reisegäste unsere Koffer die schon vom Rollband geholt wurden und von 3 japanischen Arbeiterinnen bewacht wurden. Hach wie nett. Danach noch ein weiteres Formular zur Zollkontrolle ausfüllen. Uns wurden nur ein paar Fragen gestellt und endlich konnten wir in die Lobby vorrücken. Da wartete auch schon Alexander Binner auf uns, der deutschsprachige Chef von Asahi Nihongo (unserer Sprachschule). Außerdem ist schon Kristian, ein Däne dort gewesen. Jedoch mussten wir noch auf 2 andere Leute warten, da auch ihre Maschinen erhebliche Verspätungen hatten. Nach ca. 3-4 Std. Wartezeit war unsere 27 Std. Reise endlich vorbei und wir stiegen in Alex Auto ein und fuhren durch Fukuoka.

ENDLICH japanischen Boden betreten!!! Quer durch die Stadt gereist, kamen auch wir dann bei unserer Tauschfamilie an, die nette Miyazaki-san hat schon lange auf uns gewartet und ist nachdem wir da ankamen direkt zum Feuerwerkfest gegangen. Dieses fand am Sonntag ab 20 Uhr statt und wir sahen bereits auf der Herfahrt viele herrlich in Kimono gekleidet dort hin pendeln. Zurück blieb ein bekannter von Ihr welcher und auf Englisch versuchte uns erst mal das wichtigste zu erklären. Nach einer kleinen Besichtigungstour in der Gegend sind wir dann ins Futon geschlüpft und hatten endlich unseren erholsamen Schlaf. Oder auch nicht …

Im nächsten Eintrag gibt es dann unseren ersten Tag in Japan, wissenswertes über den japanischen Wahnsinn und vieles mehr
Mata ne.

P.S.: Sorry, dass der Artikel erst jetzt zustande kommt, wir haben im Haus noch kein Internet, da die Tauschmama immer erst sehr spät heimkommt und es noch keine Gelegenheit gab, da nachzufragen. Ich hoffe das ändert sich bald. Außerdem haben wir gerade ein paar Probleme mit dem Hochladen der Bilder, ich werde das so schnell wie möglich beheben.

*hier Alex*
Keine Sorge, ich halte mich kürzer xD zumal Roger eh schon fast alles gesagt hat…dieser Streber >_< 4-stündige Fahrt mit dem ICE nach Frankfurt und das erste Erlebnis dort…ich bin einer Nonne über den Fuß gefahren…strike XDDD ansonsten wie oben schon berichtet, längeres Warten beim einchecken und um ca. 15Uhr nochwas ging der Flug los ^^ Mein erster Flug und ich muss sagen, es ist echt Hammer! Der Start und auch die Landung…das ist etwas, was man unbedingt mal erleben sollte…echt ein unbeschreibliches Gefühl!! Das Essen war ganz ok…(oh Gott wie ich deutsches Essen vermisse XDD) und die gezeigten Filme waren auch ganz okay. Angefangen mit einem Tom Hanks-Film, bis hinzu Bollywoodzeugs. K,..viel haben wir nich wirklich mitbekommen, da wir auf Roger’s Netbook selbst n anderen Film geguckt haben XD nach vielen vielen Stunden Flug sind wir in China angekommen. Es war extrem geil, wie verpeilt und überfordert die Chinesen mit uns waren xDDD später gings dann Richtung Japan und da war es..Fukuoka!! Ein Stück Japan…direkt vor uns!! All das warten und das jahrelange Sparen für diese Reise!!! Ich hab im 5-Sekundentakt Fotos aus dem Flugzeug gemacht (dank Fensterplatz) es war einfach unglaublich!! Ein freundliches Konnichiwa war das erste, was wir erlebten, als wir ausstiegen @_@ das erste japanische Wort!!! Ich wäre am liebsten umgekippt vor Freude. Nach einige Checks gings dann Richtung Wartehalle und zum Abend sind wir dann bei Miyazaki-san angekommen, die auch schnell wieder verschwand und uns zurück lies XDD Mit wenig japanischen Kenntnissen gings dann in den naheliegenden Supermarkt. In der Hoffung, dass die japanische Kassiererin ein wenig english kann, hab ich freundlich „hello“ gesagt. Allerdings kam von ihr nur schnelles japanisch zurück und ich hab kein Wort verstanden…. Irgendwie haben wir uns dann doch durchgemorschelt und dann gings wieder Richtung Gasthaus in unsere Futons. Die erste Nacht in japanischen Betten. Wie das war, erfahrt ihr im nächsten Eintrag ^^

PS: deutsches Essen…ich trauere dir nach ;___;
Mata Ne
Alex


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4 Gedanken zu “Aller Anfang ist schwer …

  • Family_Member

    Fingerabdrücke Fotos und Irisscan – passt auf das die euch eure DNA nicht abgenommen haben, sonst gibts bald Klone von euch O_O … gibts als Alternative zum Essen kein Mc Donalds? 😀 … und nicht vergessen, nehmt euch in Acht vor dem Nattō <_< … @ Alex – schau mal in dein Emailpostfach

    Gruß Markus

  • Roger Autor des Beitrags

    Klar Futon rockt. Allerdings is das Kissen erst ma gewöhnungsbedürftig. Mh ja von den Läden haben wir schon paar Fotos gemacht, ich werd hier so fern die Probleme irgendwann mal beseitigt werden eine Gallerie mit allen Bildern einfügen und dann die Bilder passend einfach nur zur Galerie als Thumbnail verlinken. Ich schätz ma das wird evtl. was am Montag, da bin ich wieder in der Schule und muss net extra übern Proxy auf die Seite.

  • Kira

    scheint ja richtig streng zu sein,die Kontrollen da drüben^^
    aber ihr habts ja überstanden
    und….LOOOOL
    ALEX! ner Nonne übern Fuß gefahren? wtf.LOOOL!
    pass auf, nicht dass sie für ne Bestrafung betet ;D
    und nicht zu viel sake trinken! das geht an euch beide! xD(aber eher alex?)