Letzter Tag: Omiyage Taimu!!

Dieses verdammte ÖPNV-Netz! Schon knapp 2 Wochen in Kyoto und dennoch nehmen wir den Bus in die falsche Richtung. Es ist zwar der letzte Tag und wir haben eigentlich keinen Zeitdruck, aber dennoch möchten wir noch ein letztes Mal was erleben. Scheinbar war unser Verlangen nach Abenteuer zu groß, denn kaum wollten wir in die Bahn einsteigen, erhielten wir eine Erdbebenwarnung aufs Handy. Yikes! Die Warnung schien allerdings zu spät zu kommen, kaum waren wir aus der Bahn ausgestiegen, bekamen wir die Info, dass es bereits zu unserer Busfahrt passiert ist und wir rein gar nichts davon mitbekommen haben. Erster Auftrag unseres finalen Tages: Süßes kaufen! Ich kaufte massig Ramune Bonbons und Matcha Kitkat, die ich mir für daheim gesichert […]


Tag 19 – Die Gang macht Kyoto unsicher

Einen hatten wir noch! Wir mussten noch einen Tempel nachholen, den wir uns für das Ende unserer Reise vorgenommen (bzw. vergessen) hatten. Der Tempel heißt 東福寺 (Tōfuku-ji) und befindet sich im östlichen Teil Kyotos. Gekrönt mit einer eigenen Haltestelle bietet der Tempel zudem einen schönen Garten mit einer alten Holzbrücke, die beide Teile der Tempelanlage miteinander verbindet. Besonders im Herbst sehr schön anzusehen. Der Name leitet sich aus den beiden großen Nara Tempeln „Todai-ji“ und „Kofuku-ji“ ab und repräsentierte damit den „neuen buddhistischen Tempel“ Kyotos. Von der Tradition in die Moderne wechselten wir bei unserem nächsten Stopp. In Kyoto’s Pokémon-Center gabs alles für bekloppte Taschenmonstersammler. Darunter waren einige sehr verstörende Objekte, wie beispielsweise schockiertes Pikachu oder dumm guckendes Shiggy. Der Preis für […]


Per Du mit dem Kaiser und den Gasteltern

Die Morgensonne erhob sich feuerrot am Firmament, als würde uns Amaterasu persönlich wecken wollen. Ein aromatischer Duft stieg uns in die Nase und wir eilten nach unten, kaum dass wir angezogen waren. Für diesen Morgen haben wir ein geiles japanisches Frühstück gebucht. Und auch bekommen. Wir fühlten uns bereits beim ersten Bissen direkt ans Ryokan, bzw. an unsere Gastmutter aus Fukuoka zurückversetzt. Jedem, der ein traditionelles japanisches Frühstück angeboten wird, rate ich es anzunehmen. Ich schreibe hier bewusst „traditionell“, denn auch die Essgewohnheiten der Japaner schieben sich mehr und mehr zu europäischem Verhalten. Sowas wie Brot, oder Cornflakes sieht man leider immer öfter. Als kulturellen Auftakt ging es heute zum alten Kaiserpalast von Kyoto. Die Besichtigung der riesigen Anlage ist […]


Tag 17 – Der Rudelführer

Heute geht es zu einem der Kulturschätze von Japan! Quasi ein Tierschutzpark als Stadt getarnt. Die Rede ist von Nara. Die Stadt Nara ist dafür bekannt, dass es frei laufende Rehe bietet, die man auch streicheln und füttern können soll. Ehe wir aber in Nara ankommen, mussten wir uns für die Tour natürlich erst einmal ausrüsten. Unser geliebter Supermarkt machte an dem Tag aber leider erst um 11 auf. Hungrig und dieses Mal zielgerichtet direkt in den richtigen Zug eingestiegen, sind wir nach etwa 90 Minuten Fahrzeit in Nara angelangt. Ich stürmte aus dem Bahnhof und wurde erstmal enttäuscht … keine Rehe! Vielleicht verstecken sie sich nur vor den Gaikokujin? Nun ja, bisher war auch noch kein Grün zu sehen, wir gingen also […]


Gebildet flanieren, verpeilt verlaufen

Bereits am nächsten Tag ging es weiter mit unserer Kulturtour. Auf dem Plan stand heute der Besuch des Gegenteils zum goldenen Tempel: der hölzerne silberne Tempel! Dieser befindet sich im Osten von Kyoto, anders als der goldene, welcher im Nordwesten residiert. Falls ihr von Osten kommt und mit dem Zug reist, empfiehlt es sich vorher noch den 南禅寺(Nanzenji) Tempel zu besuchen. Dieser bietet neben schönen alten Tempeln auch ein sehr altes Aquädukt. Zudem geht von dem Tempel der „Weg des Philosophen“ ab, welcher voller Kirschbäume steht und zum Silbertempel führt. Im Tempel wurde derzeit extrem geweihrauchelt. Benebelt von dem Dampf gingen wir anschließend den „Weg des Philosophen“ bis zum Silbertempel. Auf dem Weg sahen wir allerlei interessanter kleiner Läden, Friedhöfe, Katzen […]


Goldener Tee und tausend Torii

Es wird Zeit, meinen Namen in Stempelform zu würdigen! Seit Antritt meiner Reise wollte ich mir ein persönliches Siegel anfertigen lassen. Um rechtskräftige Verträge in Japan zu formen, reicht eine Unterschrift allein nicht aus. Es Bedarf auch einen Stempelabdruck des persönlichen Siegels. Den Stempelladen, den wir vor zwei Tagen nahe unserer Unterkunft entdeckt haben, wird bald eine schwierige Aufgabe erhalten. Wir hatten Glück, dass der Laden heute offen hat. Ich konnte mir natürlich denken, dass eine Eigenanfertigung auch einiges an Zeit benötigen würde. Rein in den Laden und mit unserem noch nicht vollständigem Wortschatz den Besitzer gesprochen. Ich wollte einen Stempel, auf englisch „Stamp“ und mit japanischer Verballhornung „Sutampu“. Allerdings brachte „Sutampu“ mir keine Punkte und nur Verwirrung auf der […]


tierischer Ausflug zum goldenen Tempel

Frisch erholt starteten wir in den Tag! Auf dem heutigen Programmplan stand eine ordentliche Wanderung zur körperlichen Ertüchtigung (oder Ernüchterung, sollten wir abklappen). Ab vorbei am Supermarkt, beladen mit Melon Pan weiter zur U-Bahn, wobei die nächste etwa eine halbe Stunde zu Fuß entfernt ist, die wir nun jeden Tag nehmen müssen. Zack, im falschen Zug gewesen und erstmal zu weit gefahren. Geht das schon wieder los. Dieses mal den richtigen Zug gewählt, sind wir sogar deutschen begegnet! Die das selbe Ziel hatten wie wir: 嵐山 (Arashiyama). Der Ort im Nordwesten Kyotos grenzt direkt an eine Bergkette und sollte sich daher gut zum Wandern eignen. Alex meinte, wir sollen eine Station eher aussteigen, da sich das vom Weg her besser […]


Tag 13 – die letzte Bastion

Was für eine herrliche Nacht! Geschlafen wie ein Daimyo! Aber auch Daimyos mussten aus ihrem süßen Schlaf zurück in die bittere Realität finden. Diese ist zum Glück im Urlaub nicht ganz so bitter. Erst recht nicht, wenn man in einem japanischen Ryokan nächtigt. Und anschließend fröhlich zum Frühstück schlendert. Vorbei am Pantoffelschlachtfeld ging es noch schlaftrunken in dem Speisesaal. Hier wartete ein formidables Frühstück auf uns. Und natürlich die verkaterten Japaner von gestern. Ich skippe jetzt mal die belanglosen Begebenheiten bis nach unserer Abreise. Wir standen wieder am Bus und warteten darauf, dass das Ding ankommt und uns mitnimmt. Die Zeit verging und mich dürstete. Man, drück ich mich gerade geschwollen aus. Egal. Ich ging also zum Getränkeautomaten am anderen Ende des […]