Tag 17 – Der Rudelführer

Heute geht es zu einem der Kulturschätze von Japan! Quasi ein Tierschutzpark als Stadt getarnt. Die Rede ist von Nara. Die Stadt Nara ist dafür bekannt, dass es frei laufende Rehe bietet, die man auch streicheln und füttern können soll. Ehe wir aber in Nara ankommen, mussten wir uns für die Tour natürlich erst einmal ausrüsten. Unser geliebter Supermarkt machte an dem Tag aber leider erst um 11 auf. Hungrig und dieses Mal zielgerichtet direkt in den richtigen Zug eingestiegen, sind wir nach etwa 90 Minuten Fahrzeit in Nara angelangt. Ich stürmte aus dem Bahnhof und wurde erstmal enttäuscht … keine Rehe! Vielleicht verstecken sie sich nur vor den Gaikokujin? Nun ja, bisher war auch noch kein Grün zu sehen, wir gingen also […]


Gebildet flanieren, verpeilt verlaufen

Bereits am nächsten Tag ging es weiter mit unserer Kulturtour. Auf dem Plan stand heute der Besuch des Gegenteils zum goldenen Tempel: der hölzerne silberne Tempel! Dieser befindet sich im Osten von Kyoto, anders als der goldene, welcher im Nordwesten residiert. Falls ihr von Osten kommt und mit dem Zug reist, empfiehlt es sich vorher noch den 南禅寺(Nanzenji) Tempel zu besuchen. Dieser bietet neben schönen alten Tempeln auch ein sehr altes Aquädukt. Zudem geht von dem Tempel der „Weg des Philosophen“ ab, welcher voller Kirschbäume steht und zum Silbertempel führt. Im Tempel wurde derzeit extrem geweihrauchelt. Benebelt von dem Dampf gingen wir anschließend den „Weg des Philosophen“ bis zum Silbertempel. Auf dem Weg sahen wir allerlei interessanter kleiner Läden, Friedhöfe, Katzen […]


Goldener Tee und tausend Torii

Es wird Zeit, meinen Namen in Stempelform zu würdigen! Seit Antritt meiner Reise wollte ich mir ein persönliches Siegel anfertigen lassen. Um rechtskräftige Verträge in Japan zu formen, reicht eine Unterschrift allein nicht aus. Es Bedarf auch einen Stempelabdruck des persönlichen Siegels. Den Stempelladen, den wir vor zwei Tagen nahe unserer Unterkunft entdeckt haben, wird bald eine schwierige Aufgabe erhalten. Wir hatten Glück, dass der Laden heute offen hat. Ich konnte mir natürlich denken, dass eine Eigenanfertigung auch einiges an Zeit benötigen würde. Rein in den Laden und mit unserem noch nicht vollständigem Wortschatz den Besitzer gesprochen. Ich wollte einen Stempel, auf englisch „Stamp“ und mit japanischer Verballhornung „Sutampu“. Allerdings brachte „Sutampu“ mir keine Punkte und nur Verwirrung auf der […]


tierischer Ausflug zum goldenen Tempel

Frisch erholt starteten wir in den Tag! Auf dem heutigen Programmplan stand eine ordentliche Wanderung zur körperlichen Ertüchtigung (oder Ernüchterung, sollten wir abklappen). Ab vorbei am Supermarkt, beladen mit Melon Pan weiter zur U-Bahn, wobei die nächste etwa eine halbe Stunde zu Fuß entfernt ist, die wir nun jeden Tag nehmen müssen. Zack, im falschen Zug gewesen und erstmal zu weit gefahren. Geht das schon wieder los. Dieses mal den richtigen Zug gewählt, sind wir sogar deutschen begegnet! Die das selbe Ziel hatten wie wir: 嵐山 (Arashiyama). Der Ort im Nordwesten Kyotos grenzt direkt an eine Bergkette und sollte sich daher gut zum Wandern eignen. Alex meinte, wir sollen eine Station eher aussteigen, da sich das vom Weg her besser […]


Tag 13 – die letzte Bastion

Was für eine herrliche Nacht! Geschlafen wie ein Daimyo! Aber auch Daimyos mussten aus ihrem süßen Schlaf zurück in die bittere Realität finden. Diese ist zum Glück im Urlaub nicht ganz so bitter. Erst recht nicht, wenn man in einem japanischen Ryokan nächtigt. Und anschließend fröhlich zum Frühstück schlendert. Vorbei am Pantoffelschlachtfeld ging es noch schlaftrunken in dem Speisesaal. Hier wartete ein formidables Frühstück auf uns. Und natürlich die verkaterten Japaner von gestern. Ich skippe jetzt mal die belanglosen Begebenheiten bis nach unserer Abreise. Wir standen wieder am Bus und warteten darauf, dass das Ding ankommt und uns mitnimmt. Die Zeit verging und mich dürstete. Man, drück ich mich gerade geschwollen aus. Egal. Ich ging also zum Getränkeautomaten am anderen Ende des […]


Leben wie die Daimyo

Und so kamen wir an dem Tag an, an dem die lange Reise in der letzten Stadt gipfeln soll: 京都 (KYOTO)! Doch seid nicht besorgt, die Flut an Blogbeiträgen wird nicht so schnell verebben, da wir in Kyoto tatsächlich die meiste Zeit unserer Reise verbracht haben. Wir verließen also Ōsaka bereits am Vormittag, da wir dort nicht mehr viel zu besichtigen hatten (unserer Meinung nach). Wir wollten die Zeit bis zu unserem Check-In bei unserer nächsten Unterkunft um 17 Uhr nutzen, bereits einen Sneak Peak auf Kyoto zu erhalten. Von Ōsaka nach Kyoto ist es nur ein Katzensprung mit dem Zug. Die Fahrt dauert etwa 30-40 Minuten. Bei strahlendem Sonnenschein kamen wir in der Innenstadt an und ließen uns von den […]


Auf der Jagd nach der Riesenkrabbe

Neuer Tag, neue Sehenswürdigkeiten! Heute ging es für uns zum weltbekannten Schloss von Ōsaka 大阪城。 Das Umland des Schlosses bietet sowohl schöne ruhige (sofern man Glück hat und nicht so viele Menschen dort sind) Plätze mit Kirschbäumen, aber auch einen großen Vorplatz mit einigen Läden. Daher hieß es SHOPPEN!! Aber natürlich erst nach der Besichtigung, wir wollten ja nicht ständig mit dem Bollerwagen durch das Schloss preschen. Etwas enttäuschend aber dennoch interessant ist, dass das Schloss im Innern von Grund auf renoviert wurde und als Museum der alten Edo-Zeit dient. Es sind viele Wand- und Schaubilder ausgestellt, die den Ansturm auf das Schloss zeigen. Oben gibt es eine gute, wenn auch enge Aussichtsplattform. Warum wir drinnen kaum Bilder gemacht haben? […]


何で Japanese Berg?

Auf diesen Beitrag hab ich mich schon lange gefreut! Hauptsächlich wegen des Titels. Aber wenn der Titel so genial ist, dass man 5 Minuten vor lachen nicht atmen kann, tröstet das (hoffentlich) über den mageren Inhalt und dem schlechten Ausdruck hinweg. Für diejenigen unter euch, die sich weiterbilden möchten: der Titel ist eine Hommage an „Potato Jason“ auch bekannt als „WHY JAPANESE PEOPLE???!“ Mensch. Unbedingt mal bei YouTube oder anderen Videostreamplattformen ansehen! Heute haben wir einen Ausflug in die kleine Stadt (Dorf?) 壺阪山 (tsubosakayama) gemacht. Dieses Städtchen wird beschrieben als „Kyoto von früher, als es noch nicht so überlaufen war.“ Und in der Tat, sonderlich viele Menschen haben wir im Gegensatz zu den letzten Tagen nicht gesehen. Touristen noch weniger. […]